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Pressemitteilung vom 02. Juni 2004

»Ortstermine 2004«: Die Bairishe Geisha und Silke Wagner

München, den 2. Juni 2004 – Mit einer Installation am Münchner Hauptbahnhof und einer Ausstellung im kunstraum muenchen werden zwei weitere Projekte der Reihe »Ortstermine 2004«, eine Initiative der Landeshauptstadt München, Kulturreferat, eröffnet. Sie beschäftigen sich mit dem öffentlichen Raum und seiner Funktion im modernen urbanen Leben und beziehen die Bürger aktiv in das Geschehen mit ein.
 

Die Bairishe Geisha »der der bleibt und der der fährt. 36 Gleise 36 Abschiede«

Das Künstlerduo »Die Bairishe Geisha« bestückt die Reisesnackautomaten an den 36 Gleisen des Münchner Hauptbahnhofs mit Abschiedsbriefen. 36 Tage lang können 36 verschiedene Abschiedsbriefe für einen Euro erworben werden. Sie alle tragen den gemeinsamen Absender der Bairishen Geisha.

In ihrem aktuellen Projekt nimmt »Die Bairishe Geisha« unterschiedliche Rollen ein: sie nimmt die Rolle der Eltern ein, spendet einen Reisesegen oder freut sich als Freund, Kollegin, Geliebte auf die Heimkehr des Reisenden. Reisende und Bleibende können ab dem 16. Juni die kunstvoll gefalteten Briefe der Geisha kaufen und beantworten. 

Judith Huber und Marianne Kirch alias »Die Bairishe Geisha« traten erstmals 1998 bei einem Literaturprojekt »Geisha mail« in Erscheinung. Seitdem entwickelte das Ensemble in verschiedenen Besetzungen Theaterperformances und gastierte u.a. bei den Münchner Kammerspielen und dem Hamburger Kampnagel. 

Judith Huber und Marianne Koch stellen das Projekt »der Bairishen Geisha« interessierten Pressevertretern im Rahmen eines Künstlergespräches in der DB Lounge des Münchner Hauptbahnhofs vor
Termin: 16. Juni 2004 um 10:30 Uhr

Die Bairishe Geisha: »der der bleibt und der der fährt. 36 Gleise 36 Abschiede«
Eröffnung am 16. Juni 2004 um 19:00 in Anwesenheit der Kulturreferentin Prof. Dr. Dr. Lydia Hartl in der Wartehalle des Münchner Hauptbahnhof.
 

Silke Wagner »Locals only?« – eine Ausstellung im kunstraum muenchen

Die Projektreihe »Urban scans« des Kuratorenteams vom kunstraum muenchen wird mit der Ausstellung der Frankfurter Künstlerin Silke Wagner fortgesetzt. Der zunehmenden Privatisierung und der wachsenden ökonomischen Interessen am öffentlichen Raum setzt Silke Wagner die Thematik des „Streetskatens“ entgegen.

Die Künstlerin stellt die urbane Abwandlung des Surfens als eine neue eigenständige Form des zivilen Ungehorsams und der Kritik an moderner Architektur, Stadt und Kapitalismus dar. Silke Wagner untersucht die Möglichkeiten der Umnutzung, Aneignung und Rückeroberung des öffentlichen Raums durch „Streetskater“.

In Zusammenarbeit mit Stefan Lehnert, einem international bekannten Pro-Skater aus München, wurde ein alternativer Stadtplan entwickelt, der auf die Situation für die Stadt München Bezug nimmt. Der Stadtplan liegt kostenlos im kunstraum muenchen und an anderen Orten in der Stadt aus.

Silke Wagner lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Silke Wagner stellt die Ausstellung »Locals only?« interessierten Pressevertretern im Rahmen eines Künstlergespräches im kunstraum muenchen, Zieblandstraße 8 vor.
Termin: 17. Juni 2004 um 10:30 Uhr

Silke Wagner: »Locals only?«
Die Ausstellung wird am 17. Juni 2004 um 20:00 in Anwesenheit der Kulturreferentin Prof. Dr. Dr. Lydia Hartel im kunstraum muenchen, Zieblandstraße 8 eröffnet.

Aktuelle und detaillierte Informationen rund um die »Ortstermine 2004« sowie zum Gesamtprogramm der Projektreihe sind über www.ortstermine-muenchen.de oder über Telefon 233-28498 zu bekommen. Die Broschüre »Ortstermine 2004« ist über das Kulturreferat der Stadt München erhältlich und liegt bei den städtischen Kultureinrichtungen aus.