Landeshauptstadt München, Kulturreferat – Wappen, Logo
Ortstermine 2006 - Kunst im öffentlichen Raum - Logo

Ort: Die Reisesnack-Automaten auf den Bahnsteigen des Münchener Hauptbahnhofs
Zeitraum: 16. Juni bis 21. Juli 2004
Anschluss: Haltestelle Hauptbahnhof, S-Bahn: alle Linien, U-Bahn: U1, U2, U4, U5, U8, Trambahn: 16, 17, 18, 19, 20, 21

Der der bleibt und der der fährt. 36 Gleise 36 Abschiede
von der »Bairishen Geisha«

Die Briefe der »Bairishen Geisha« sind Fahrkarten einer Reise durch Zeit und RaumDie Briefe der »Bairishen Geisha« 1

(Vergrößerung)

Die Briefe der »Bairishen Geisha« 2 / 3

(Vergrößerung)

Die Briefe der »Bairishen Geisha« 4

(Vergrößerung)

Bei dem Projekt der »Bairishen Geisha« am Münchener Hauptbahnhof ist der Name Programm. Unter dem Titel »Der der bleibt und der der fährt. 36 Gleise 36 Abschiede« erhalten sämtliche Reisesnack-Automaten an den 36 Gleisen des Hauptbahnhof ein spezielles Fach, in dem Reisende wie Bleibende für je 1 Euro Abschiedsbriefe erwerben können. 36 Tage lang. Der Anzahl der Gleise entsprechend gibt es 36 verschiedene Briefe. (insgesamt weit über 1000 Stück).

Allen gemeinsam ist der Absender, die »Bairishe Geisha«. Sie taucht dabei stets in unterschiedlichen Rollen auf – vertritt Eltern, spendet den Reisesegen oder freut sich als Freund, Kollegin oder Geliebte auf die Heimkehr des Reisenden.

Der Leser wird Teil einer gezielten Fiktion. Für die Dauer eines Briefes erwirbt er eine neue Biographie, bekommt neue Verwandte, durchlebt Abschiedsdramen, zieht Laster auf sich oder erbt persönliche Talente.

Die Briefe der »Bairishen Geisha« sind Fahrkarten einer Reise durch Zeit und Raum, sie schaffen neue historische oder geografische Verbindungen – zur Geschichte des Gleises, von dem der Reisende abfährt, zur Himmelsrichtung, in die seine Reise führt oder zur Geschichte der Selbstbedienung. Alle Briefe tragen eine Absenderadresse und sind beantwortbar, der so entstehende Briefverkehr ist Bestandteil des Projektes.

Die Bairishe Geisha ist das Geschöpf der Künstlerinnen Judith Huber und Marianne Kirch. Seit seiner Gründung 1998 hat das Ensemble in verschiedenen Besetzungen Theater- und Kunstperformances in ungewöhnlichen Räumen realisiert und eine vollkommen eigenständige Arbeitsweise entwickelt.

Ortstermine 2004 ist eine Initiative der Landeshauptstadt München, Kulturreferat.
Das Projekt »Der der bleibt und der der fährt. 36 Gleise 36 Abschiede« wird gefördert von Johann Gg. Zölls.