Ort: Sendlinger Torplatz, München Zentrum
Zeitraum: 16. April bis 2. Mai 2004, täglich 10:00 20:00 Uhr
Anschluss: Haltestelle Sendlinger Tor, U-Bahn: U2, U1, U8, U3, U6, U7 , Trambahn: 16, 17, 18, 27, Bus: 31, 51
European Corrections Corporation
von Martin Krenn/Oliver Ressler
Kurator Justin Hoffmann
Das Projekt »European Corrections Corporation« von Martin Krenn und Oliver Ressler aus Wien stellt mit einer Containerinstallation die gesellschaftliche Funktion des Gefängnisses zur Diskussion. Ihre Installation im Rahmen der Projektreihe »urban scans« des kunstraum münchen hinterfragt die Funktion des Gefängnisses als extreme Form des gesellschaftlichen Ausschlusses im urbanen Gefüge.
Der Container ist mit einer Plane überzogen, die visuelle Bezüge zu München herstellt. Eine Filmprojektion innerhalb des Containers zeigt Zusammenhänge zwischen industrieller Produktion und Haftanstalten in unterschiedlichen Facetten.
Die »European Corrections Corporation« ist die direkte Reaktion von Krenn und Ressler auf den Trend US-amerikanischer Unternehmen, ihren Profit durch den Betrieb privater Haftanstalten zu erhöhen. Diese Entwicklung gewinnt in den letzten Jahren auch in Europa zunehmend an Bedeutung. So wurde beispielsweise in Großbritannien seit der Privatisierung des Marktes für Gefängnissysteme keine staatliche Haftanstalt mehr errichtet. Und auch in Deutschland ist der zunehmende Einfluss ökonomischer Interessen auf die Institution Gefängnis bereits spürbar.
Martin Krenn und Oliver Ressler
Martin Krenn setzt sich in seinen Projekten schwerpunktmäßig mit den Themen Rassismus, Antisemitismus, Stadtpolitik und Erziehung auseinander.
Oliver Ressler beschäftigt sich mit den unterschiedlichsten gesellschaftspolitischen Themen. Seit 1994 gestaltet er Ausstellungen, Videos und Arbeiten im Außenraum u.a. zu den Themen Rassismus, Migration, Gentechnologie, Ökonomie.
Hier finden Sie weitere Informationen:
Homepage von O.Ressler
EUCC Website
Ortstermine 2004 ist eine Initiative der Landeshauptstadt München, Kulturreferat.
Die Projektreihe »urban scans« wird gefördert durch die
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