Ort: Altstadttunnel zwischen dem Haus der Kunst und dem Areal der Pinakotheken
Zeitraum: 22. September bis 16. November 2004
Anschluss: (nur mit Auto befahrbar)
transit~wellen
von schleuser.net
Das Projekt transit~wellen beschäftigt sich mit der Verständigung im und über den öffentlichen Raum und seiner Grenzen. Sie werden bestimmt durch symbolische Aufladung, die sich in der physischen wie elektronischen Sphäre spiegelt. transit~wellen ist das erste Vorhaben in Deutschland, das die legalen Möglichkeiten von Micro-FM auslotet und diese Form des Aktivismus einer breiteren Öffentlichkeit vorstellt.
Im Herbst 2004 wird im Münchener Altstadttunnel, einem Nichtort im Untergrund zwischen dem Haus der Kunst und dem Areal der Pinakotheken, ein kleiner UKW-Sender angebracht. Autofahrer, die die Stadt im Untergrund durchqueren, können in ihren Radiogeräten zeitweise völlig andere Informationen transit~wellen empfangen. Ein Programm rund um Mobilität und Passage ersetzt das übliche Tunnelrauschen.
Projektbegleitend entstehen ein Webspace, eine Veranstaltungsreihe sowie ein Autoradio-Guide. Die erste Veranstaltung »transit~wellen zu Gast im Musterraum« präsentierte im Mai internationale KünstlerInnen, die mit Micro-FM arbeiten. Im September stellt »transit~wellen: Kreuzungsfrei und ungestört mobile Anwendung« die Radioinstallation vor. Ein Linienbustransit fährt am 22.September zu jeder vollen Stunde durch den Altstadttunnel, Haltestelle: Kunstverein München, Galeriestraße 4 (am Hofgarten).
schleuser.net
Manuela Unverdorben, Farida Heuck, Ralf Homann, Laurentius Schmeier.
transit~wellen entsteht im Rahmen von schleuser.net, dem Bundesverband Schleppen&Schleusen. Er ist das Konzept eines modernen Wirtschaftsverbandes für den undokumentierten grenzüberschreitenden Personenverkehr. Seit 1998 versteht sich die Lobbyorganisation als performativer Ort für Mobilität und Migration. In ihren internationalen Ausstellungen, Aktionen und Veröffentlichungen befassen sich die KünstlerInnen mit dem symbolischen Gehalt des öffentlichen Raums.
Weitere Informationen finden Sie auch unter www.transitwellen.net.




