Pressemitteilung vom 12. Oktober 2005
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit ihrem indischen Plakat an der Staatsbibliothek in der Ludwigsstraße hat das Münchner Künstlerduo Empfangshalle im August und September für einige Verwirrung gesorgt. Dieses Megaposter hängt mittlerweile nicht mehr.
Dafür haben Michael Gruber und Korbinian Böhm (die zwei Künstler der Empfangshalle) jetzt im Rahmen ihrer Arbeit »[gei: hi:n ho:l]« zwei neue Großplakate mit fremdländischen, uns komplett unverständlichen Botschaften an prominenten Orten Münchens aufgehängt.
- Eines zu finden an der TU an der Gabelsberger Straße arbeitet wiederum mit indischen Zeichen und Bildern.
- Das zweite hängt am Oberanger, an der Bausstelle des jüdischen Zentrums, und stammt aus Russland.
- Ein drittes hängt weiterhin und zwar am Kurfürstenplatz. Hierbei handelt es sich um ein chinesisches Plakat.
Welche Botschaften die Megaplakate verbreiten und wofür sie werben, teilen die beiden Künstler nicht mit. Genau dies ist auch Teil des Konzeptes ihrer Arbeit. Immer handelt es sich um Produkte, die bei uns nicht erhältlich sind.
Die fremdländischen Werbungen entziehen sich dem Verständnis wecken mit ihrer Bildsprache und den fremden Schriftzeichen aber Assoziationen, lassen ein Streiflicht auf die Ferne fallen. Auf diese Art werden die kommerziellen Motive zu ästhetischen Kompositionen, die Werbung verliert ihre ursprüngliche Funktion, der Transfer wird zur Transformation.
Zu sehen sind die Plakate bis Ende Oktober an den genannten Orten.
Die Arbeiten finden statt im Rahmen der Reihe »Ortstermine 2005 Kunst im öffentlichen Raum« des Kulturreferates der Landeshauptstadt München.
Weitere Informationen erteilt die Pressestelle des Kulturreferats.
Unter www.ortstermine-muenchen.de sind ab 14. September alle Orte, Zeiten, Projekte, Biografien und Ansprechpartner sowie das aktuelle Pressematerial zu finden.
Weitere Informationen erteilt Judith Becker vom Ortstermine-Team unter der Telefonnummer 089-233-28498 oder die Pressestelle des Kulturreferates, Telefon 233-26005, presse.kulturreferat@muenchen.de

