48NORD THE HOMELESS KARAOKE CLUB


Ortstermin:
Veranstaltungsbeginn im Bus-Shuttle. Abfahrtsort: Museumsinsel, Ludwigsbrücke, vor dem Forum des Deutschen Museums.
Veranstaltungszeitraum:
12.11.05 , 20:00-22:00 Uhr
18.11.05, 22:30 Uhr
25.11.05, 20:00 Uhr
2.12.05, 20:00 Uhr
The Homeless Karaoke Club
Ein Ort, umweht von einer seltsam tragikomischen Atmosphäre: Eine Bar, notdürftig improvisiert aus Relikten besserer Tage. Eine Zufluchtstätte für Heimatlose, mit dem Charme eines Vereinsheims für hängen gebliebene Biker, Kleingärtner und drittklassige Heiratsschwindler. Ein Unort, nur einige Male flüchtig manifestiert: in einem öden Parkhaus, einer Baracke am Baustellenrand, einem aufgelassenen Verwaltungsgebäude. Orte in der Schwebe zwischen privat und öffentlich. Dort findet man den HOMELESS KARAOKE CLUB.
Seine äußere Gestalt ist heimelig-morbide Fassade. Tarnung für eine Versuchsanordnung mit dem »leeren Orchester« (kara-oke) im Zentrum. Karaoke ist ein paradoxes Spiel mit Identitäten: Der wahre Karaoke-Sänger lässt seinen ureigensten Emotionen freien Lauf, im Schutz einer anderen Identität. Rollenwechsel als Selbstfindung, um die Unbill des anonymen Alltags zu ertragen. Die musikalische Geste der Unterwürfigkeit.
Im Mittelpunkt jeden Clubabends steht der Auftritt des leeren Orchesters: HOMELESS KARAOKE CLUB BAND. Ein Ensemble von fünf Musikern, deren schlecht sitzende Glitzerjackets verschleiern, dass sie hochspezialisierte Improvisatoren sind. Sie treten in ein interaktives Spiel mit dem Publikum: ein Experiment mit offenem Ausgang.
In Zusammenarbeit mit dem Theaterfestival Spielart.
Die Veranstaltung beginnt bereits im Bus-Shuttle zum Homeless Karaoke Club. Dieses fährt zu den angegebenen Zeiten an folgendem Ort ab: Museumsinsel, Ludwigsbrücke, vor dem Forum des Deutschen Museums. Eintritt frei.
Ulrich Müller und Siegfried Rössert arbeiten mit einer Reihe international renommierter Musiker zusammen; u.a. George Lewis, Miya Masaoka, David Moss (New York), Lou Mallozzi, Michael Zerang, Jeff Parker (Chicago), Giancarlo Schiaffini (Rom), Sebi Tramontana, Wolfram Winkel (München).
Sie wurden zu bedeutenden Festivals eingeladen (u.a. Donaueschinger Musiktage, Ars Electronica / Linz, Ulrichsberger Kaleidophon, »Sounds like Now«-Festival / New York / La MaMa Etc Theatre, SWR New Jazz Meeting 2004, Münchener Biennale für Neues Musiktheater 2002, Center for Contemporary Arts CCA Glasgow, Gewandhaus Leipzig, Philharmonie Köln).
In Vorträgen und Art Lectures stellten sie ihre Arbeit u.a. beim Unforseen Symposium für Improvisierte Musik / München, am Goethe Institut New York, der Columbia Universität New York und am Art Institute of Chicago vor.
48nord erhielt 2001 das erstmalig von der Stadt München vergebene Stipendium für Musik und Neue Medien, 2004 das ebenfalls erstmalig vergebene Projektstipendium für Musik im öffentlichen Raum sowie ein Musikstipendium der Stadt München. 2004 erschien bei Transformer Records die CD »Killing Range«, 2005 als Autorenproduktion das Hörspiel »Terminus« (Deutschlandradio Berlin).
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