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FRANK HELFRICH, WALTER SIEGFRIED - RUFEN

Titelbild - FRANK HELFRICH, WALTER SIEGFRIED - RUFENFRANK HELFRICH, WALTER SIEGFRIED - RUFEN

Fünf Akteure, klar gekennzeichnet durch kleine Lautsprecher auf den Schultern, tauchen an verschiedenen Stellen im Gasteig auf. Koordiniert durch die Informationen aus den mitgetragenen Lautsprechern, werden sie Klänge in verschiedenen Formationen durch die Räume tragen und in bestimmten Momenten auf diesen Klängen aufbauend in Sequenzen von auskomponierten Live-Gesängen einstimmen.

Aus den vorwiegend leisen Passagen erheben sich so von Zeit zu Zeit an verschiedenen Orten kurze, markantere Sprech- und Gesangsmomente, die, kaum richtig erkannt, schon wieder verebben.

Die Akteure leben im Münchner Raum und stammen aus verschiedenen Kulturen: Indien (Shankar Lal), Japan (NN), Irak (Layt Abdul Ameer), Schweiz (Walter Siegfried), Senegal (Ndiaga Diop). Sie bilden gemeinsam eine mobile Gesangsskulptur.

mit Unterstützung des Kulturkreis Gasteig

Walter Siegfried wurde 1949 in Zofingen / Schweiz geboren. Er wandte sich nach einer Forschungsarbeit über den Tanz am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen eigenen künstlerischen Projekten zu. Sie wurden gefördert und ausgezeichnet von Philip Morris und Pro Helvetia, sowie der der Landeshauptstadt München und dem Aargauer Kuratorium.
Seit 1987 beginnend mit den »Stadttänzern« setzt er sich mit Fragen der Kunst im öffentlichen Raum auseinander, zuletzt im Pilotprojekt Gropiusstadt mit Christian Hasucha in Berlin 2003 und im Umfeld von Teutopia (Atelier van Lieshout) auf dem Olympiaberg in München 2004.

Frank Helfrich wurde 1968 in München geboren. Er arbeitet als selbständiger Musiklektor für verschiedene Verlage. In der Praxis leitete er mehrere Jahre einen Chor und ein Studentenorchester. In seinen Kompositionen beschäftigt er sich mit der Einbindung improvisatorischer Elemente in feste Strukturen (»Music on Demand«, 1998, »Kammerkonzert«, 2000) und der Verbindung scheinbar gegensätzlicher Techniken (serielle und modale Charakteristika im Streichquartett »Worte«, 2004).
Die wechselseitige Wirkung von verschiedenen Räumen und akustischen Gegebenheiten mit Klang und Bewegung ist ebenfalls ein zentrales Thema.