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BENJAMIN BERGMANN – TUNNELFASSADE

Titelbild - BENJAMIN BERGMANN TUNNELFASSADEBENJAMIN BERGMANN – TUNNELFASSADE

Die Umgestaltung einer von Radfahrern und Fußgängern genutzten Tunneleinfahrt zu einem Ort des Verweilens lässt auf komplexe wie unmittelbar erfahrbare Weise einen vielschichtigen Blick auf Vergänglichkeit und Prozesshaftigkeit von »gebauter Geschichte« zu. Die Verdoppelung der Tunnelöffnung zu einer magisch hinterleuchteten Platzfassade greift illusionistische Effekte repräsentativer Architektur auf, die gerade in München bedeutende Vorbilder besitzt (z. B. das Maximilianeum). Neben diesem Aspekt urbanistischer Kontinuität wird gleichermaßen auf noch verborgene Energien verwiesen, wenn Benjamin Bergmann sein Kunstwerk als »noch nicht vollendet« erscheinen lässt.

»Tunnelfassade« untersucht die direkte Nähe zwischen Bekannten und Unbekannten, transportiert und thematisiert barocke Prinzipien. Es spielt mit dem Gegensatz von Hell und Dunkel, Licht und Schatten, strukturiert als kleiner Eingriff einen abgeschnittenen Raum neu, lässt ihn besonders bei Nacht zu einem übersichtlichen Ort mit romantischer Beleuchtungssituation werden.

Benjamin Bergmann wurde 1968 in Würzburg geboren.
1991 – 1994 Abschluß einer Ausbildung zum Holzbildhauer
1995 – 2001 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München u. a. bei Prof. Asta Gröting
1997 – 2000 Performancegruppe GMAM
1999 – 2001 Performancegruppe Club le Bomb
2001 Diplom, Akademie der Bildenden Künste, München Debütantenpreis
2002 Postgraduiertenstipendium, Bayerischer Staatsförderpreis
2003 USA Stipendium, Freistaat Bayern

Ausstellungen (Auswahl):

2000:
Fast-Food-Restaurant, im Rahmen der Ausstellung INS,
Haus der Kunst, München
Club le Bomb Worldtour 2000, Performance, London, Edinburgh, Glasgow, Wien, Berlin, Hamburg, München
2001:
Drivingrange, Installation im Botanischen Garten, München
Speisung der Zehntausend, 7. RischArt Produktion, München
Mit vollem Munde spricht man nicht! BBK, Galerie der Künstler, München
2002:
Die Box von Jericho, Dabütantenausstellung,
Akademie der Bildenden Künste, München
Beben II, Galerie Sprüth Magers Projekte, München
Box von Jericho, Private Version, Audiforum, Ingolstadt
Küchenzeile, Tischsitten und Esskultur in der zeitgenössischen Kunst, Stadtgalerie, Kiel
Und irgendwann will ich es wissen, Stiftung Federkiel, Alte Baumwollspinnerei, Leipzig
2003:
Staatliche Förderpreisträger 2002, BBK, Galerie der Künstler, München
Wir Hier, Lothringer 13, München
Campanile, Schloss Suresnes, Katholische Akademie Bayern
2004:
Raveland, im Rahmen der 8. RischArt Produktion, München
Benjamin Bergmann, Schreien der Möwe, ACC Weimar
2005:
Dorothea von Stetten Kunstpreis 2004, Kunstmuseum Bonn
Benjamin Bergmann, Sprüth Magers Projekte, München
Fraktale 2005, Palast der Republik, Berlin
Tunnelfassade, Ortstermine 2005, München

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