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EMPFANGSHALLE - japanisch [gei hi:n ho:l]

Titelbild - EMPFANGSHALLE - japanisch [gei hi:n ho:l]EMPFANGSHALLE - japanisch [gei hi:n ho:l]

Mit dem Projekt [gei hi:n ho:l] schleust Empfangshalle fremdartige Botschaften in die Münchner Innenstadt ein. Mega-Plakate aus aller Welt werben auf Fassaden und Baugerüsten für Produkte, die hier nicht zu bekommen sind.

Das Entziffern der in fremden Schriften abgefassten Werbeslogans ist nicht möglich; arabische Schriftzüge, chinesische Zeichen, thailändische Buchstaben entziehen sich dem Verständnis und wecken die verschiedensten Assoziationen. Gleichzeitig fällt ein Streiflicht auf das Fremde.

Die bildliche Gestaltung der Werbeposter spricht eine eigene Sprache. Kommerzielle Motive werden in ästhetische Kompositionen verwandelt. Die Werbung verliert ihre Funktion. Der Transfer wird zur Transformation.

Folgende Plakate waren im Sommer zu sehen:

  • Alter Peter – ein japanisches Plakat. Bis 14. August 2005.
  • Nordendstr. 23/Kurfürstenplatz – ein chinesisches Plakat. Bis Ende September 2005.
  • Landsberger Str./Holzapfelstr. – ein indisches Plakat. Bis 28. August 2005.
  • TU Barer Str./Gabelsbergerstr. – ein georgisches Plakat. Bis Mitte September 2005.

Corbinian Böhm wurde 1966 in München geboren.
1988 bis 1990 Studium der Kunstgeschichte an der LMU München
Ausbildung zum Holz- und Steinbildhauer
Studium der Bildhauerei an der »Akademie der Bildenden Künste München« bei Hans Ladner, Pia Stadtbäumer, Anthony Gormley, Timm Ulrichs, Asta Gröting, Rita McBride
2000 Meisterschüler, Diplom

Michael Gruber wurde 1965 in Mallersdorf geboren
Ausbildung zum Holz- und Steinbildhauer
Studium der Bildhauerei an der »Akademie der Bildenden Künste München« bei Hans Ladner, Anthony Gormley und Asta Gröting sowie Timm Ulrichs (Gastprofessor)
1999 Meisterschüler, Diplom

EMPFANGSHALLE macht Kunst mitten in der Gesellschaft. Diese Gesellschaft, die sich aus den verschiedensten Gruppen und unterschiedlichsten Strukturen zusammensetzt, ist das Medium ihrer Arbeiten. So werden Menschen, die durch gemeinsame Ideen, Umgebungen oder Tätigkeiten Gruppen formen, zum Mittelpunkt der Arbeiten.

Hierbei wird aus schon Bestehendem etwas Neues geformt; ein neuer Raum in der vorhandenen Struktur bildet sich – der Raum von EMPFANGSHALLE.

S-Bahnen und ihre Fahrgäste oder Kunsthallen und ihre Besucher können zum Beispiel solche Strukturen sein. Die Eigenschaften der gewählten Orte und Situationen bestimmen die Art, wie man mit ihnen umgeht. Infrastrukturelle Eingriffe machen unsichtbare oder unbewußte Elemente der Strukturen sichtbar, indem sie diese wie durch einen Resonanzkörper verstärken und nach außen tragen.