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Ortstermine 2006 - Kunst im öffentlichen Raum - Logo
banner Gefährliche Kreuzungen. Das sind zwölf künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum der Stadt München. Gemeinsam ist ihnen ihre Auseinandersetzung mit der Grammatik der Toleranz. Grammatik heißt: Wie wird Toleranz verstanden, wie erscheint sie, was sind ihre Regeln? Die »Gefährlichen Kreuzungen« bündeln sich in drei thematische Schwerpunkte: Der erste fragt nach der Augenhöhe, in der sich die Beteiligten begegnen, wenn es um Toleranz geht. Der zweite untersucht, was als Norm gewertet wird, wie sich Normalisierung herstellt, sichert, und welche Mittel zur Sicherung eingesetzt werden. Und der dritte Schwerpunkt stellt Selbsttechniken vor, mit denen von Normalisierung Betroffene, ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen.

Die »Gefährlichen Kreuzungen« konzentrieren sich auf zwei Areale, von der Innenstadt bis hin zur südlichen Stadtgrenze. Sie laden ein, die künstlerischen Arbeiten nicht nur zu besuchen oder auf Veranstaltungen näher kennen zu lernen, sondern auch ihr »Dazwischen« zu erkunden. Jedes Kunstwerk bietet sich als Ausgangs-, Endpunkt oder Zwischenstopp einer solchen Route an.

Der Titel »Gefährliche Kreuzungen« stellt darauf ab, dass einem dabei auch etwas begegnet oder widerfährt, was zugleich falsch und richtig sein kann: In jedem Fall - ungesichert.

Beate Engl, Freie Klasse München, Alex Gerbaulet, Stefano Giuriati & Aldo Giannotti, GSA / Konrad Becker, Alexander Klosch & Oliver Thuns, Klub Zwei, Andrea Knobloch, Folke Köbberling & Martin Kaltwasser, neuroTransmitter, raumlabor_berlin, RELAX

Kuratiert von Farida Heuck, Ralf Homann, Pia Lanzinger

Als Routenplaner erscheint ein Handbuch, das in der Stadtinformation im Rathaus/Marienplatz und im gut sortierten Buchhandel erhältlich ist.

Das Infoblatt als PDF 2 Seiten (1,46MB)
Die Kurzbiographien der Künstler als PDF (128KB)

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banner Im Rahmen der Ortstermine 2006 findet auch dieses Jahr wieder die Musik im öffentlichen Raum ihren Platz. Sechs inhaltlich und formal unterschiedliche Projekte ergänzen die Kunst im öffentlichen Raum.

Die aktuellen, situativen und kontextbezogenen Tendenzen in der neuen Musik oder Klangkunst zielen meist auf eine Sensibilisierung für akustische und musikalische Phänomene im öffentlichen Raum - ein schwieriges Vorhaben angesichts der herrschenden Reizüberflutung und Dominanz der Bilder. Seit den achtziger Jahren wird die Frage nach der institutionellen Verortung der Kunst und ihrer spezifischen situativen Fixierung diskutiert. Aus der Kritik an der Ortsbezogenheit von Kunstinstitutionen entwickelte sich schließlich die site-specific art, die meist als kontextbezogene Kunst verstanden wird.

Die heutigen Möglichkeiten zur musikalischen Aufzeichnung und Reproduktion lösen auch die Musik aus ihrer Bindung an feste Aufführungsorte. Vertraute Aufführungssituationen sowie das musikalische Gesamtkonzept verändern sich umfassend, hin zu mehr Komplexität und einer Interaktivität mit dem Publikum.

Sie sind herzlich eingeladen, diese Entwicklung an den verschiedenen Projekten zu beobachten, sich durch deren Ideenreichtum überraschen zu lassen und Teil der einen oder anderen Performance zu werden.

Das Infoblatt als PDF 2 Seiten (674KB)
Das Plakat als PDF DINA4 (553KB)

www.lothringer-dreizehn.com
www.interesting-productions.com

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banner Im Vorfeld der Eröffnung des Jüdischen Zentrums am St.-Jakobs-Platz widmet sich die Stadt München mit einem umfangreichen Kunstprojekt im öffentlichen Raum dem Thema »Jüdisches Leben«. Insgesamt acht Orte wurden ausgewählt, um exemplarisch den Blick für die vielen Aspekte jüdischer Kultur und jüdischer Geschichte in München zu öffnen. Die Orte sind eng mit der historischen Entwicklung der Münchner jüdischen Gemeinde verbunden und verweisen auf die Bedeutung der jüdischen Bevölkerung für München als kulturelles Zentrum. Dabei wird auch die wechselhafte und zwiespältige Geschichte der Münchner Politik gegen über der jüdischen Minderheit während der letzten Jahrhunderte greifbar. Einige Orte stehen in direktem Zusammenhang mit den NS-Verbrechen, mit Verfolgung und Deportation.

Es geht bei den künstlerischen Installationen nicht allein um die Darstellung von Leid und Gewalt, sondern vor allem um die daraus resultierende Konsequenz: um den entstandenen Verlust für jeden einzelnen Menschen, für die Gesellschaft, für das städtische Leben sowie für das Stadtbild. Es fehlen der Nachbar, das Geschäft, der Onkel, der Schulfreund... Es sind Lücken entstanden, die nicht mehr gefüllt werden können.

Marcel Odenbach macht exemplarisch einige dieser Lücken sichtbar. Seine künstlerische Arbeit will Löcher, Risse und Gedächtnislücken symbolisch wieder füllen. Ihm geht es um die Wiederherstellung der Aufmerksamkeit, um die Sensibilisierung für das Nicht-Mehr-Vorhandene. Er schafft Orte des Verweilens und der Reflexion, subjektive Mahnmale der Erinnerung.

Das Infoblatt als PDF DINA4 2 Seiten (215KB)
Das Plakat als PDF (368KB)
Den Plan als PDF 2 Seiten (2.825KB)

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banner Die Suche nach neuen, überzeugenden Formen des künstlerischen Erinnerns an die Zeit des Nationalsozialismus impliziert die Frage nach dem Stand der ästhetischen und gesellschaftlichen Diskussion, von dem das »Neue« ausgeht.

Öffnet man die Diskussion für künftige Perspektiven, so stellt sich die Frage nach Inhalten und Themen, denen sich die Kunst im Kontext der Erinnerung widmen kann und soll.

Künstler und Fachleute ebenso wie die interessierte Öffentlichkeit waren eingeladen, die komplexe Herausforderung anzunehmen und neue Ansätze künstlerischen Erinnerns zu entwerfen und zu diskutieren.

komplettes Programm hier als pdf zum Download (160KB)

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(weitere Themen in Vorbereitung)